- der Erfolgszug der 2. Mannschaft.

Auch in der 4. Runde der BMM konnten wir zu Hause mit einem ungefährdeten 5½:2½ gg. unseren Gegner, die ebenfalls 2. vom SC Weisse Dame, unsere Siegesserie fortsetzen.

Dabei wurden folgende Einzelergebnisse erreicht:

Brett 1   Prange, Stefan 0-1 Stark, Ingo

Brett 2   Lorenz, Jörg 0-1 Kysucan, Alexander

Brett 3   Groß, Torsten 0-1 Hahlbohm, Matthias

Brett 4   Hommel, Niclas ½-½ Gelman, Josef

Brett 5   Tham, Nam 1-0 Lange, Cecilia

Brett 6   Gieritz, Dietmar 1-0 Tham, Minh

Brett 7   Weber, Erwin 0-1 Christlmaier, Martin

Brett 8   Schütze, Tonio 1-0 Sechting, Martin

Anbei eine kurze Schilderung der Ereignisse, ergänzt durch die Eindrücke (in kursiv) unseres ambitionierten Mannschaftsmitglieds Christian, der aufgrund seines vergangenen Einsatzes in der Ersten leider nur zuschauen konnte.

"als ich gegen 10:15 Uhr ankam, stand Cecilia an Brett 5 mit einer Figur für zwei Bauern im Hintertreffen und verlor schnell."

Es drohte im Vorfeld wohl Damenverlust und Cecilia trennte sich dann lieber von einer schwächeren Figur.

Leider, und das gilt allgemein u. besonders für unsere jüngeren Mannschaftsmitglieder, konnte sie am traditionellen Zusammensitzen nach dem Kampf nicht teilnehmen. Dort können, durch die geballte u. immer sehr sachliche 😉 Analysekraft von Mannschaftsmitgliedern u. Gästen, manchmal auch den direkt Betroffenen völlig neue Einblicke in ihre Partien entstehen.

"Tonio glich am 8. Brett nach schneidigem Läuferopfer und Mattangriff auf Kd8 aus."

Dabei nutzte er konsequent das zeifelhafte Eröffnungskonzept seines Gegners mit völliger Unterentwicklung aus. Während der nachträglichen Analyse konnten wohl für Tonios Gegner Verbessserungen gefunden werden. Aber eben nur nachträglich "in Ruhe" und offenbar während der Partie nicht zu finden.

"Dann gewannen Ingo am 1.Brett, eine interessante Abwicklung in einer scharfen Eröffnungsvariante führte zum Materialvorteil von zwei Figuren für den Turm, und Martin am 7.Brett ihre Partien zur Führung von 3:1."

In meiner Partie spielte mein Gegner in einer Modernen Benoni-Verteidigung mit Lf4, obwohl er miit der Stellung vertraut war - die ich aber im Übrigen auch schon des öfteren auf dem Brett hatte, sie aber diesmal wohl erstmalig mit der aktivsten Fortsetzung behandelte -> Gruß an meinen "Benoni-Mentor" Opo - des öfteren nur die zweitbesten Züge. Nach einem ganz schlechten Zweitbesten geriet er dann in eine aussichtslose Stellung, die sogar ich keine Mühe hatte sicher zum Sieg umzumünzen.

Martin spielte, ebenfalls mit Schwarz, eine schöne Partie u. am Ende setzte sich, obwohl die Stellung sehr materialreduziert u. remisträchtig war, wie meistens der an diesem Tag Stärkere durch.

"Dietmar am 6.Brett hätte seinen jugendlichen Gegner mit Damenopfer mattsetzen können, verpaßte diese Abwicklung, gewann das Endspiel aber deutlich trotz ungleichfarbiger Läufer. 4:1"

Dabei dachte ich schon früher, daß die gegnerische Stellung im Mattangriff zusammenbricht. Lt. Dietmar verteidigte sich sein junger Gegner aber recht zäh. Was ihm jedoch am Ende gg. unseren Recken nicht genügte. Mit Weiß ist Dietmar nach wie vor mindestens eine Klasse besser als mit den "schmutzigen" Figuren.

"Rudi konnte seinen starken Gegner am 3.Brett in einer englischen Partie durch Königsangriff überrollen. Stand: 5:1"

Dabei nutzte er schlußendlich, ebenso konsequent wie unser Brett 8, die absonderliche Idee einer absoluten Damenabseitsstellung seines weißgott nicht schwachen Gegners aus.

"Dann mußte sich Lori am 2.Brett beugen. Er hatte eine Figur für Königsangriff im Franzosen geopfert. In Zeitnot verpaßte er den Damengewinn. Stand: 5:2"

Dieser konnte in der nachträglichen mannschaftlichen Partienbesprechung dank der Idee eines Spielers aus der 4. Mannschaft (A. Kühn) nicht bestätigt werden. Muß sich Christian Sorgen um seinen sicher geglaubten Platz in der 2. Mannschaft machen? 😉

Ansonsten war Loris Partie nicht uninteressant u. trotz teilweise völlig unterschiedlicher genereller Bewertung der Stellung zeigte sich wieder einmal, daß das Angrabbeln des Königs bei einem Spieler zu deutlich stärkeren Schweissausbrüchen führt als Aktivitäten in anderen Brettbereichen.

"Unser Jüngster, Niclas, spielte eine starke Partie und stand bis zum Endspiel gegen einen starken Gegner auf Gewinn, leider endete die Partie nur Remis durch Dauerschach. Endstand: 5,5:2,5"

Dabei brachte sich Niclas leider durch eine schlechte Endspielbehandlung um die Früchte seiner schön gespielten Partie, die von Anfang bis - eben fast - Ende eigentlich nur ein Spiel auf ein Tor, eben das des Gegners, war.
Aber damit hat unser Youngster ja ein klares Trainingsziel. Wenn es ihm gelingt, dieses Fast-Ende ebenfalls fehlerfrei zu spielen wird er noch stärker werden, als er es ohnehin schon ist.
Dieses Turmendspiel wird er zukünftig nicht mehr vergeigen. Davon bin ich überzeugt.
Fazit:
Nach diesem kleinen Prüfstein kommen in den nächsten 3 Runden die großen Brocken, die direkten Konkurrenten um den Aufstieg. Am 13.1.2019 empfangen wir schon den Tabellenführer zu Hause.
Aber Angst müssen wir, außer vor uns, vor keinem in der Staffel haben.
Also auf zu neuen Großtaten!

Clemens Rietze vs Dirk Paulsen, dahinter Robert Rabiega vs. Rene Stern, TSG-Grand-Prix 2015
Clemens Rietze vs Dirk Paulsen, dahinter Robert Rabiega vs. Rene Stern, TSG-Grand-Prix 2015

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