Nun gut, diese Übung (zur Erläuterung siehe den Artikel v. 30.9.18) haben wir zu Hause mit 4,5-3,5 gg. die 2. Mannschaft der erfahrenen Friesen aus Lichtenberg erfolgreich abgeschlossen.

So wie ich es sehen konnte hat uns unser Gegner große Geschenke gemacht, die wir dann jedoch gerne annahmen.

Am Brett 4 kreuzten Matthias Hahlbohm u. Hartmut Badestein die Klingen. Nach meiner Erinnerung war nie viel los, so das ein Remis das gerechte Ergebnis war. Mannschaft: 1/2-1/2

Am Brett 2 spielte ich gg. Peter Krug. Ich eröffnete mit Weiß schlecht und bekam eine Stellung, die man mit Weiß ausgangs der Eröffnung nicht erhalten sollte. Doch zum Glück war mein Gegner auch keine Maschine und machte dann seinerseits mit einem unbedachten Zug seinen Vorteil zunichte. Wir landeten in einem Endspiel, in dem ich dann sogar leicht besser stand. Trotzdem nur remis. Mannschaft: 1-1

Am Brett 1 spielte Jan Elsing gg. unseren Christian Syre. Christian brachte ein zu hemdsärmliges Qualitätsopfer, nach dem sein Gegner eigentlich gewinnen sollte. Er spielte jedoch so (schwach), das am Ende eigentlich Christian gewinnen konnte. Zuviel eigentlich - die Partie endete remis. Mannschaft: 1,5-1,5

Cecilia Lange spielte am Brett 6 gg. Peter Weiß. Obwohl Peter mit der von ihm gespielten Tscheljabinsker Variante (oder auch Sweschnikow- -> am gebrächlichsten, Lasker- oder Pelikan- sowie auch Lasker-Pelikan-Sweschnikow-Variante(!)) aus meiner Sicht gutes Gegenspiel erlangte hatte Cecilia dafür 2 Bauern mehr. Am Ende wurde jedoch nach einem grottenschlechten Zug des Schwarzen sein König matt. Eine Parallele und der Ausgleich zu Cecilias Parte in der 1. Runde. Mannschaft: 2,5-1,5 - so weit, so gut.

Wolfram Heimbrodt spielte gg. unseren Jörg Lorenz am Brett 3. Ich fand die Stellung von Weiß immer besser hörte aber, daß auch Lori im Laufe der teilweise recht verworrenen Partie (heterogene Rochaden) seine Chance(n) hatte, die er jedoch nicht nutzte. 1-0 für die Spieler u. 2,5-2,5 für die Mannschaft.

Am Brett 5 durfte sich Niclas Hommel mit Schwarz der Spezialwaffe seines Gegners Lutz Kühnemund - Orang-Utan-, Sokolski- oder auch Polnische Eröffnung - stellen. Niclas meinte wohl, daß er, was ja bei dieser etwas exotischen Eröffnung des Weißen nicht verwundert, sehr gut stand. Jedoch leider wird die Partie nicht mittendrin durch Bewertung entschieden sondern durch Remisvereinbarung beider oder Aufgabe eines Gegners. Und dieser Gegner war am Ende leider Niclas, der darüber nachvollziehbar nicht glücklich war. Plötzlich stand es leider 3,5-2,5 für die Falschen.

Doch dann schlug die Stunde unser letzten beiden Bretter:
Zuerst landete Martin Christlmaier mit Schwarz einen schön herausgespielten Sig gg. Joachim Schubert. Meines Wissens nach sein erster Sieg in einem Mannschaftskampf für die TSG. Jetzt gehts loos ... Wenigstens wieder 3,5-3,5 für die Mannschaft.

Und am Ende holte unser starker Ersatz aus der 3. Mannschaft, Uwe Bittorf gg. Stefan Lüdtke, den Erfolg für die 2. Mannschaft. Souverän nutzte UW seinen Stellungsvorteil u. die schlechtere Bedenkzeit seines Gegners zum Sieg aus. Mannschaft: 4,5-3,5

Und so gewann der an diesem Tag Bessere - WIR!

Am Ende des Tages saßen wir dann noch ein wenig zusammen. Wie üblich müssen dann bei einer Auswertung der Partien die Gewinner ihre Partien zum zweiten mal gewinnen und die Verlierer erkären nicht selten, daß sie ja eigentlich die Gewinner sind.

Trotzdem ist das Programm danach nicht unwichtiger als der Kampf selber. Es festigt den Mannschaftszusammenhalt durch gemeinsames Wundenlecken u./o. das Feiern eines Sieges. Jedes Mannschaftsmitglied sollte, wenn es seine Zeit erlaubt, daran teilnehmen. Der Sonntag ist i.d.R. ohnehin versaut ... 😏

Und noch eine kleine Episode zum Abschluß: Als irgendein Gegner irgendeiner TSG-Mannschaft in unserem Spiellokal erschien stürzte er mit den Worten und dem Blick auf die Spree: "Deswegen sind wir hergekommen. Geil bei euch!" an die Fenster der Veranda.

Also seien wir ebenfalls stolz auf unser mit obigen Worten treffend charakterisiertes Spiellokal.


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